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Begabtenförderung an der Ludgerusschule

„Traue jemandem etwas zu und er wird sich bemühen,
diesem Vertrauen zu entsprechen.“  Don Bosco

So lautet das pädagogische Leitmotiv des FFP. Das einzelne Kind steht im Mittelpunkt aller Betrachtungen. Das FFP ermöglicht Individuelle Förderung als Passung zwischen Individuellem Forder- und Förder-Angebot und dem Forder-Förder-Bedarf jedes einzelnen Kindes (Fischer, 2006). Das FFP fordert alle Kinder in ihren Stärken heraus und hilft ihnen mit ihren Schwächen umzugehen. Dabei werden sie unterstützt durch Lehrerinnen und Lehrer und Mentoren als Lernbegleiter.

Wissenschaftlicher Leiter und Begleiter des FFP als Pilotprojekt ist Prof. Christian Fischer, Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Münster, Leiter des Landeskompetenzzentrums für Individuelle Förderung LIF und Geschäftsführer des Internationalen Zentrums für Begabungsforschung der Universitäten Münster, Nimwegen und Osnabrück.

An der Ludgerusschule wird es von Beginn an, seit dem Schuljahr 2002/03,als Forder-Förder-Projekt im Drehtürmodell FFP-D durchgeführt. Unsere Grundschule und die Elisabethgrundschule aus Osnabrück waren die ersten Pilotschulen des FFP-D. Im Schuljahr 2011/12 findet das FFP-D an der Ludgerusschule zum zehnten Mal statt. Das Forder-Förder-Projekt zur Individuellen Förderung FFP-R ist in einer integrativen vierten Klasse durchgeführt worden.

Dreh- und Angelpunkt pädagogischen Handelns ist die Wertschätzung jedes jungen Menschen mit seinen besonderen Begabungen und Talenten und der Respekt vor seinen persönlichen Bedürfnissen, Interessen und Leidenschaften.

Das FFP wird in zwei Varianten durchgeführt:

Das Forder-Förder-Projekt (FFP)
•    zur Begabtenförderung im Drehtürmodell (FFP-D)
•    zur Individuellen Förderung im Regelunterricht  (FFP-R)
als FFP-R zur Individuellen, Inkllusiven Förderung aller Schülerinnen und Schüler, und als FFP-D in klassen- und jahrgangsübergreifenden Gruppen zur Individuellen Förderung von Kinder mit besonderen Begabungen.

 

Konzept

FFP Vorbereitung

Die Vorbereitung des FFP beginnt am Schuljahresbeginn mit der Information der Schülergruppen, ihrer Eltern und Lehrer in der Konferenz. Lehramtsstudierende als Mentoren lernen in projektbegleitenden Seminaren der Westfälischen Wilhelms-Universität WWU das Konzept des FFP und die Umsetzung in die Praxis kennen. In Testungen und Befragungen von Schülern gewinnen ProjektleiterInnen und Mentoren erste Informationen über die TeilnehmerInnen des FFP-R und die Bewerber des FFP-D. Nach der Auswertung wird gemeinsam über die Auswahl der TeilnehmerInnen für das FFP-D beraten. Auf dem ersten Elternabend erhalten die Eltern alle wichtigen Informationen.

 

 

 

 

FFP  Durchführung

Die Durchführung des FFPbeginnt an der Ludgerusschule in der Regel nach den Herbstferien. Sie kann auch zum zweiten Schulhalbjahr terminiert werden. Höhepunkt des FFP ist die Expertentagung für Kinder und Jugendliche mit der Präsentation der Expertenarbeiten und mit Expertenvorträgen vor einemPublikum. Neue ProjektleiterInnen werden in einer Fortbildung des LIF in das Konzept eingeführt und bei der Vorbereitung und Durchführung des Konzepts unterstützt.

Die Durchführung erfolgt in vier Phasen:

FFP Phase 1: Themenwahl

Die Kinder entscheiden sich für ein persönliches Spezialthema mit individueller Schwerpunktsetzung mit Hilfe eines Interessenfragebogens (Huser) und einer Interessenliste (Kaiser-Haas).

FFP Phase 2: Informationssuche

Die Schülerinnen und Schüler suchen passende Informationen zu ihrem selbstgewählten Thema. Ein Besuch in der Stadtbücherei trägt zur gezielten Informations- und Internetrecherche bei. Das Experteninterview kann detaillierte neue Informationen geben. Dafür werden Fragebogen und Begleitschreiben im FFP-Unterricht erarbeitet. Die Anleitung zur systematischen Informations-strukturierung gehört parallel dazu.

FFP Phase 3: Expertenarbeit

Die Kinder verfassen eine Expertenarbeit. Sie bestimmen die Eingrenzung und Bearbeitung des Themas denUmfang ihrer Arbeit, und planen ihre zur Verfügung stehende Zeit mit Hilfe eines Lerntagebuchs unter Berücksichtigung ihres individuellen Lerntempos, ihres eigenen Lerntyps und eigenen Lernstils. Die Regeln des wissenschaftlichen Schreibens bilden die Grundlage beim Schreiben (Widmung, Vorwort, Einleitung, Hauptteil, Schluss, Literaturverzeichnis, Anhang). Sie sind in den Tipps für Kinder und Mentoren nach zu lesen.

Das Schreiben der Expertenarbeit ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten; daher findet in dieser Phase der zweite Elternabend statt.

 

 

 

 

FFP  Phase 4  Expertenvortrag und Expertentagung

Die Kinder lernen einen Expertenvortrag zu planen und zu halten. Sie entscheiden sich für ihr Lieblingskapitel aus ihrer Expertenarbeit, geben einen Überblick über ihre Arbeit oder stellen ihr Experteninterview vor. Mit einer Power-Point-Präsentation und Karteikarten halten sie ihren Kurzvortrag und wenden rhetorische Mittel an. Auf der Expertentagung für Kinder und Jugendliche  halten sie vor einem großen Publikum ihren Kurzvortrag im Schloss der Westfälischen Wilhelms–Universität zu Münster. Sie werden mit einer Urkunde geehrt und bekommen eine besondere Bemerkung als Wertschätzung auf dem Zeugnis.

 

 

 

 

 

 

 

 

FFP  Nachbereitung und Evaluation

Unter Einsatz von Tests und Fragebögen findet während der Nachbereitung und neben der systematischen Projektevaluation zu den Forder- und Förder- Effekten bei den Kindern eine gemeinsame Reflexion aller Beteiligten, d.h. Eltern, Kinder, Lehrer über die Erfahrungen im Forder-Förder-Projekt statt. Ein dritter Elternabend wird durchgeführt. Vor den großen Ferien wird das FFP mit einem gemeinsamen Frühstück aller Projektteilnehmer beendet.